Ali Baba Tajine

Die Ali Baba Tajine (gesprochen: Taschien) ist ein nach alter Töpferkunst der Nomaden in Marokko hergestellter Naturkochtopf.

Andere Bezeichnungen bzw. Schreibweisen dafür sind: Tagine, Tadschiin, Tajin, Tadjin, Tadgin, Tatjin, Tatjine, Taijin, Tachin.
Wir nennen Sie “Tajine”.

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Die Tajine wird aus absolut schadstoffreier Lehmerde in Handarbeit gefertigt und in Naturöfen gebrannt.

Alte und junge Töpfer arbeiten zusammen – meist im großen Familienverbund. Seit Jahrhunderten wird das Handwerk auf diese Weise von Generation zu Generation weiter vererbt.

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Der Lehm ist dank seiner natürlichen Zusammensetzung und der traditionellen Niedrigtemperaturbrennweise frei von Schwermetallen und enorm hitzeunempfindlich. Auf giftige Glasuren oder Beschichtungen wird verzichtet.

Die Tajine gibt es in ihrer Ursprungsform schon seit tausenden von Jahren. In den Ländern des Maghreb – Algerien, Tunesien und Marokko – ist die Tajine auf dem Land immer noch der Alltagskochtopf, der in jeder Familie selbst hergestellt wird.

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Aus Tradition fertigt jede Frau ihre eigene Tajine für ihren Haushalt. Werden die Töpfe jedoch für den Handel hergestellt, übernehmen Männer diese Arbeit. In den ländlichen Regionen leben die Menschen vorwiegend von der Landwirtschaft. Erst wenn die Männer älter werden und die Landarbeit an die Söhne abgeben, fangen sie an Tajines zu töpfern, um damit einen Zuverdienst für die Familie zu sichern.

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Die Formen sind verschieden – die spitzen Deckel sind eher arabisch und die halbrunden Deckel gibt es bei den Berbern. In Marokko werden inzwischen etwa 80% aller Tajines mit Glasur versehen. Es gilt als schöner und praktischer, weil die Töpfe leichter zu reinigen wären. Allerdings gibt es dort kaum Glasuren, die kein Blei enthalten. Nach unserem Lebensmittelrecht dürfte man diese Töpfe nicht zur Zubereitung von Speisen verwenden. Sie eignen sich allenfalls zum Anrichten.

Eine Tajine kann man mitten auf die Glut stellen und das Kochgut kalt ablöschen. Wer das einmal(!) mit einem industriell gefertigten Tontopf probiert hat, wird sich das kaum vorstellen können. Traditionell hatte dieser aus unbehandeltem Lehm gebrannte Topf einen gewölbten Boden, er wurde zum Garen der Speisen direkt über die Glut gestellt.